Die Klasse 4a auf großer Fahrt vom 27. – 29.11.2017

Am 27.11.2017 herrschte um 8:15 Uhr an der Bushaltestelle vor unserer Schule ein fröhliches, nervöses Treiben. An diesem Montagmorgen tauschten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a ihre Schultaschen gegen einen Koffer ein, denn heute ging es endlich auf große Klassenfahrt in die Jugendherberge nach Pottenstein.

Dort angekommen, machten sich die 20 Schulkinder mit ihrer Klassenlehrerin Frau Deml und der Förderlehrerin Frau Preißinger gleich auf Erkundungstour durch Pottenstein. Diese „Stadtrallye“ hatte es in sich, denn es waren nicht nur aufmerksame Augen zum Beobachten und Erkennen, sondern auch logisches Denken und Kombinieren sowie Kondition gefragt. „Bergauf, bergab – ich bin soooo schlapp!“, hörte man manche Kinder auf dem Rückweg zur Jugendherberge keuchen. Zur Belohnung gab es ein leckeres Mittagessen.

Nach dem Mittagessen wartete die nächste Herausforderung auf die Mädchen und Jungen: Zimmer und Betten beziehen! Mit vereinten Kräften meisterten sie auch diese Hürde und jeder konnte die Mittagspause nach seinen Vorstellungen gestalten. Viele erkundeten die Jugendherberge, spielten Tischtennis, Kicker oder kauften beim Kiosk fleißig ein. Anschließend stand das Einstudieren des „Nikolaus Musicals“ auf dem Programm. 

Nach dem Abendessen marschierten alle zu einer nahegelegenen Höhle – der Märchenhöhle. Dort machte man es sich im Kerzenschein gemütlich, feierte den Geburtstag eines Mitschülers und spielte ein Spiel. Aber was wäre eine geheimnisvolle Höhle ohne eine Geschichte? Natürlich hatte Frau Deml auch hierfür vorgesorgt.

Da es immer später wurde und die Geisterstunde näher rückte, machte sich der Großteil der Schüler mit Frau Preißinger auf den Rückweg. Die Mutigsten der 4a bekamen noch eine schaurig, unheimliche Gruselgeschichte von Frau Deml zu hören. „Bettruhe!“, hieß es nun laut Hausordnung der Jugendherberge, doch viele Kinder waren viiieeeelllll zu aufgeregt zum Schlafen.

Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Diese Stärkung war auch nötig, da anschließend die Zimmer auf Vordermann gebracht werden mussten, um bei der Zimmer-Olympiade zu punkten.

Da die Adventszeit und der Nikolaustag quasi „vor der Tür standen“, schrieben und gestalteten die Kinder Einladungen für die Aufführung des Nikolaus-Musicals für ihre Familien und bastelten Dekoartikel fürs Klassenzimmer. Aufgrund des anhaltenden Regens mussten die Kooperationsspiele in den Gruppenraum verlegt werden. Nichtsdestotrotz zeigten die Schulkinder hierbei hervorragenden Teamgeist. Um sich bei der Aufführung des Musicals vor den Eltern nicht zu blamieren, übte die 4a fleißig die Texte und Lieder weiter.

Glücklicherweise schloss Petrus nach dem Abendessen kurz seine Schleusen, so dass einer etwas anderen Nachtwanderung – nämlich einem Nachtparcours - nichts mehr im Wege stand. Kerzenlaternen am Wegesrand lotsten über Stock und Stein zu einem Wald. In diesem Wald war es stockdunkel. Eine Schnur war kreuz und quer durch diesen Wald gespannt. Eindringlich ermahnte Frau Deml die 4a, die Schnur niemals loszulassen. Im Abstand von zwei Minuten schickte Frau Deml die Kinder in Zweiergruppen in den tiefen, tiefen Wald. Es war mucksmäuschenstill und nur vereinzelt war ein Rascheln oder ein Tierlaut zu vernehmen. Mit einem etwas mulmigen Gefühl stellten sich alle Kinder der Herausforderung. Am Ende des Parcours nahm Frau Preißinger die stolzen Abenteurer in Empfang. Die einstimmige Meinung zu dieser Art von Nachtwanderung war: „Echt cool!“

Danach lockte die Tischtennisplatte im Keller des Hauses den Großteil der Kinder an. Einige Kinder und Frau Deml spielten ein Tischtennisturnier, das von den zuschauenden Fans lautstark begleitet wurde. Da es der letzte Abend in der Jugendherberge war, herrschte bei allen Partystimmung und es wurde gemeinsam bis zur Nachtruhe gespielt, getanzt und gelacht.

3. Tag – Abreisetag: Beim Frühstück merkte man noch nichts von einer Aufbruchsstimmung, aber dann …! So wie am ersten Tag alle Betten bezogen werden mussten, stand jetzt das Abziehen, Räumen und Reinigen der Zimmer an. Jeder gab sein Bestes, wollte man doch gerne bei der Zimmer-Olympiade punkten. Nachdem alles eingepackt war und die Koffer in Reih und Glied in der Eingangshalle standen, übten alle ein letztes Mal das Nikolaus-Musical.

Zum Abschluss des Schullandheimaufenthaltes wurden noch die Gewinner der Stadtrallye, die Sieger der Kooperationsspiele und der Zimmer-Olympiade gekürt und belohnt. Dann kam auch schon der Bus. Bereits auf der Rückfahrt hörte man die Kinder sagen:

„Frau Deml, könnten wir im Sommer nicht noch mal ins Schullandheim fahren?“

„Ich hätte es ohne Probleme noch zwei Wochen ausgehalten!“

„Schade, dass es vorbei ist!“

Tja, liebe Kinder, alles hat irgendwann ein Ende, aber die Erinnerungen daran bleiben euch hoffentlich lange im Gedächtnis!

Bianca Deml