Elternvortragsabend am 15.11.2017

Wie schon seit vielen Schuljahren organisieren wir  (Schule und Elternbeirat) gemeinsam in jedem Schulhalbjahr einen Elternvortragsabend, dessen Thema meist von den Eltern vorgeschlagen wird (=Erkenntnis aus dem Elternfragebogen zur internen Evaluation jeweils im Juli). Heuer haben wir im Kollegium und im Elternbeirat ein für uns alle interessantes Thema ausgewählt.

Thema: „Mobbing – auch in der Schule“

Erscheinungsformen von Mobbing

Wie schütze ich mein Kind?

Hilfsangebote für Kinder und Eltern

Referentin: Frau Diplomsozialpädagogin Theresia Kunz von der KED

Wir freuten uns über eine doch recht stattliche Anzahl an interessierten Eltern.

Im Folgenden sind die Kernaussagen der Referentin zusammengefasst:

 

-          Es gibt 3,1 Millionen Einträge zum Thema „Mobbing“ im Internet.

-          Es geht bei „Mobbing“ immer um die Frage: Wie gehen wir miteinander um?

-          „Mobbing“ kann jeden treffen.

-          Jedes 5. Kind hat schon einmal „Mobbing“ erlebt.

-          Genau hinschauen ist wichtig bei „Mobbing“.

-          Es gibt bei „Mobbing“ keine Opfercharaktere.

-          Bei „Mobbing“ ist Gewalt im Spiel.

-          Ein Einzelner steht bei „Mobbing“ einer Gruppe gegenüber.

-          Schuldzuweisungen bringen bei „Mobbing“ gar nichts.

-          Auch der Täter hat bei „Mobbing“ Probleme (hinter die Kulissen schauen: Was ist denn bei dir los?)

-          „Mobbing“ muss immer in der Gruppe geregelt werden (Das braucht Mut!).

-          „Mobbing“ ist also ein Gruppenprozess.

-          Es muss ganz klar ein Break stattfinden; „Hier wird keiner fertig gemacht!“

M

Mobbing ist ein Angriff auf die Menschlichkeit!

 Mut wird gebraucht, da ein Kreislauf durchbrochen werden muss!

O

Es gibt immer ein Opfer.

Offenheit aller Beteiligten ist Voraussetzung zur Problemlösung!

B

Jedes Kind braucht eine Bindung zu den Eltern, zur Familie!

Es geht um ein Bedürfnis: Was brauchst du, damit es dir besser geht?

B

Besonnenheit und Behutsamkeit: Nicht alles ist Mobbing!

Auf keinen Fall: Batellisierung (=nicht ernst nehmen)!

I

Interesse zeigen – den anderen sehen, den anderen also ernst nehmen!

Intervention: Das Opfer nicht alleine lassen, sondern eingreifen!

N

Nein sagen: Das geht nicht, so können wir nicht miteinander umgehen! STOP!

Niemand darf Opfer werden!

 G

Geduld: Keine Schnellschüsse, denn Lösungen erfolgen nicht von heute auf morgen!

Gewaltfreie Kommunikation und Gottvertrauen: „Wir schaffen das!“

Gabriele Appl