Schöpfung und Schöpfung bewahren!

Um dieses Thema ging es jetzt im auslaufenden Schuljahr im katholischen Religionsunterricht in allen vier Jahrgangsstufen. Ziel dabei war, dass die Kinder dieses Thema ganzheitlich erfahren.

Schöpfung kann erlebbar und erfahrbar gemacht werden mit allen Sinnen: Auge, Ohr, Hand. All das haben wir in der Praxis ausprobiert.

Mit den Händen? Auf unserem Schulgelände gibt es zwei Hochbeete, die in den letzten Corona-Monaten/Corona-Jahren nicht bestückt waren und deshalb keinen besonders schönen Anblick boten. Unser Hausmeister hat auf meine Bitte hin dankenswerterweise diese Hochbeete wieder ansehnlich gemacht (Unkraut raus, frische Erde rein). Jetzt konnten die Erstklässler echte Erfahrungen mit Erde machen: Wie fühlt sie sich an?, Welche Temperatur hat sie an der Oberfläche?, Welche Temperatur hat sie, wenn wir ein Loch buddeln?, Wie riecht eigentlich Erde?, usw. Die allermeisten Kinder hatten keine Scheu, mal so richtig tief zu buddeln! Die Religionshausaufgabe an diesem Tag hieß: Händewaschen bzw. Armewaschen! Kommentar eines Kindes: „Das passt, ich muss heute sowieso in die Dusche!“ ?

In der folgenden Religionsstunde ging es um das Thema Verantwortung für die Schöpfung übernehmen. Deshalb durften die Kinder von zuhause freiwillig Pflanzen für die Hochbeete mitbringen und sie auch eigenhändig in die Erde setzen. Ja, und fast alle hatten eine Pflanze dabei, was sehr erfreulich ist. Um diese Pflanzen sollen sie sich mindestens bis zum Schuljahresende selbst kümmern, d.h. wir gehen immer wieder mal zu den Hochbeeten: gießen, entfernen Unkraut und verwelkte Blüten (und auch schon mal Schnecken – o je).

Jetzt können wir (vom Klassenzimmer der 1a, 1b und 1c und live vor Ort) die Schöpfung und alles, was darin lebt, beobachten.

Gabriele Appl, Religionslehrerin