„Welttag des Buches“ – Ein Tag zwischen Büchern, Druckkunst und Mittelalter für die vierten Klassen
Anlässlich des „Welttags des Buches“ unternahmen die 4. Klassen einen spannenden Ausflug zur Buchhandlung Dorner nach Sulzbach-Rosenberg sowie zur historischen Druckerei Seidel. Dort begaben sich die Kinder auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit der Buchherstellung.

Zu Beginn tauchten sie in die Welt früherer Berufe ein und lernten den Buchsetzer, den Buchdrucker und den Buchbinder kennen. Herr Spieß und Frau Kurz erklärten auf unterhaltsame und anschauliche Weise, wie mühsam und anspruchsvoll diese Arbeit früher war – eine Tätigkeit, die viel Konzentration, Geduld und handwerkliches Geschick erforderte. Dabei erfuhren die Viertklässler auch ganz praktisch, was es bedeutet, wenn etwas „bleischwer“ ist: Die einzelnen Setzbuchstaben bestanden tatsächlich aus Blei und wenn eine Seite im Setzrahmen fertig gesetzt war, war sie im wahrsten Sinne des Wortes schwer wie Blei.

Ein besonderes Highlight war die alte Heidelberger Druckmaschine, die eindrucksvoll vorführte, wie früher gedruckt wurde. Die Schülerinnen und Schüler durften dabei zusehen, wie schöne Erinnerungsbilder entstanden – ein ganz besonderes Andenken an diesen Tag.






Im Anschluss verfolgten die Klassen den Weg eines Buches von der ersten Idee eines Autors bis hin zum Verkauf in der Buchhandlung. Frau Herrmann begeisterte die Kinder mit vielen spannenden und überraschenden Fakten rund ums Buch. Wusstet ihr zum Beispiel, dass das teuerste Buch der Welt etwa 80 Millionen Euro wert ist? Oder dass die Bibel bereits rund 5 Milliarden Mal verkauft wurde? Oder dass das größte Buch unglaubliche 5 mal 8 Meter misst und die erfolgreichste Jugendbuchreihe „Harry Potter“ ist?





Zum Abschluss erhielt jedes Kind das diesjährige „Welttag des Buches“-Buch als Geschenk und nach dem erfolgreichen Beantworten der Fragen rund um die Buchhandlung wurde das Zahlenschloss der Schatzkiste geknackt. Eine süße Überraschung wartete darin auf die Viertklässler.


Anschließend ging es weiter zu einer spannenden Stadtführung mit Frau Weiß. In mittelalterlichem Kostüm verstand sie es hervorragend, die Jungen und Mädchen in vergangene Zeiten zu entführen – in die Epoche von Kaiser Karl IV., der sowohl Sulzbach als auch Auerbach zu einer Blüte führte. Dabei erfuhren die Kinder auch, welche wichtige Rolle das Eisenerz für die Entwicklung der Region spielte.

Besondere Highlights der Führung waren die beeindruckende Stadtmauer sowie das sogenannte Lochgefängnis. Vor allem die Berichte über die Foltermethoden der damaligen Zeit sorgten für Gänsehaut und alle waren erleichtert, als dieser düstere Teil der Geschichte vorüber war und wir wieder ins Tageslicht traten.





So wurde der Ausflug zu einer rundum spannenden und abwechslungsreichen Reise – nicht nur in die Geschichte des Buches und des Buchdrucks, sondern auch in die bewegte Vergangenheit der Stadt Sulzbach-Rosenberg.

