Wandertag mit Tiefgang – Die 4. Klassen zu Besuch am Hochbehälter
Ein Wandertag, der im wahrsten Sinne des Wortes in die Tiefe ging, führte die vierten Klassen zum Hochbehälter auf dem Gottvaterberg in Auerbach. Schon der Hinweg hatte es in sich: Der Weg führte über den steilen Kreuzweg hinauf zum Gottvaterberg – eine Alternative gab es nicht. Trotz der vielen Höhenmeter nahmen die Viertklässler den Anstieg mit erstaunlich guter Laune in Angriff. Oben angekommen waren alle froh, das Ziel erreicht zu haben – auch wenn sich schnell zeigte, dass die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag eindeutig sportlicher unterwegs waren als ihre Lehrerin.
Fast direkt vor der Gottvaterbergkirche entdeckten wir den Hochbehälter, der sich gut versteckt unter der Erde befindet. Warum das so ist, erklärte uns Harald Schmidt in einem spannenden und kurzweiligen Vortrag. Unter der Erde bleibt das Wasser angenehm kühl, die Sonne kann nicht darauf scheinen und Algen haben keine Chance – ein perfekter Ort also, um unser Trinkwasser zu lagern.
Besonders beeindruckend war der Blick in die beiden riesigen Wasserkammern. Jede von ihnen fasst eine Million Liter Wasser, sodass insgesamt zwei Millionen Liter Trinkwasser für die Versorgung Auerbachs bereitstehen. Plötzlich wurde allen klar, welche gewaltigen Wassermengen täglich für eine Stadt benötigt werden.
Mit einem anschaulichen Modell zeigte Harald Schmidt außerdem, wie das Wasser vom Hochbehälter aus sogar über kleinere Erhebungen in umliegende Orte gelangen kann. Erstaunte Gesichter gab es auch, als wir erfuhren, wie viel Wasser jeder Mensch täglich verbraucht – oft ganz unbemerkt.
Eine weitere Überraschung: Unser Leitungswasser ist nicht nur ausgesprochen günstig, sondern wird sogar strenger kontrolliert als viele abgefüllte Mineralwässer. Da schmeckte das Wasser aus der Trinkflasche gleich noch ein bisschen besser.
Nach so vielen spannenden Informationen führte uns der Weg noch weiter bergauf bis zur ehemaligen Seilbahnstation. Dort erfuhren wir, dass früher Erz mit einer Seilbahn über den Gottvaterberg bis zum Bahnhof transportiert wurde. Im Felsen sind die Spuren dieser Zeit noch heute gut zu erkennen.
Der Rückweg hatte es ebenfalls in sich: Über einen schmalen Waldpfad ging es wieder talwärts. Mit etwas Vorsicht – und viel guter Laune – meisterten alle den Abstieg und erreichten schließlich wieder Auerbach. Von dort wanderten wir zurück zur Schule, wo wir uns nach diesem abwechslungsreichen Tag eine wohlverdiente Pause gönnten.
Ein rundum gelungener Wandertag mit Bewegung, spannenden Einblicken in die Trinkwasserversorgung und vielen neuen Erkenntnissen – und ganz nebenbei wurde auch noch bewiesen, dass die Viertklässler nicht nur neugierig, sondern auch ausgezeichnete Bergwanderer sind.









