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Wo das Wasser wieder sauber wird – Die 4. Klassen zu Besuch in der Kläranlage


„Igitt – das stinkt ja!“, war wohl einer der häufigsten Sätze, die man an diesem Vormittag hören konnte. Doch genau das machte unseren Ausflug zur Kläranlage Auerbach so spannend! Die vierten Klassen der Grundschule Auerbach machten sich auf den Fußweg zur Kläranlage. Dort wurden sie bereits herzlich von Patrick Hamerla empfangen, der ihnen erklärte, welchen langen Weg das Abwasser zurücklegt, bevor es wieder sauber in Bäche und Flüsse fließen kann.

Los ging es direkt am Anfang der Kläranlage – dort, wo das schmutzige Abwasser ankommt. Gemeinsam beobachteten wir, was alles im Wasser schwamm. Der Rechen hatte alle Hände voll zu tun: Feuchttücher, Papier und allerlei anderer Müll wurden herausgesiebt und landeten schließlich in einem großen Container. Da staunten wir nicht schlecht, was manche Menschen alles die Toilette hinunterspülen! Für großes Gelächter sorgte außerdem Patricks Erzählung, dass in der Kläranlage tatsächlich schon einmal ein ganzer Truthahn im Abwasser gefunden wurde. Da waren sich alle einig: Das gehört definitiv nicht in die Kanalisation!

Besonders beeindruckend war anschließend das große Belebungsbecken. Von oben auf der Empore konnten wir beobachten, wie das Wasser schäumte und blubberte. Patrick erklärte uns anschaulich, wie unzählige kleine Bakterien dort Schwerstarbeit leisten und das Wasser reinigen. Dass winzige Lebewesen einmal zu unseren wichtigsten „Kläranlagen-Mitarbeitern“ gehören würden, hätte wohl niemand gedacht! Auch der entstehende Klärschlamm hatte seinen eigenen Weg: Er wird mit Hilfe spezieller Polymere weiter entwässert und anschließend von Lastwagen abtransportiert. Das gereinigte Wasser hingegen darf wieder zurück in unsere Teiche, Bäche und Flüsse – ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.

Zum Abschluss wartete noch ein echtes Highlight auf uns: Im Labor konnten wir durch ein Mikroskop einen Blick auf die winzigen Helfer der Kläranlage werfen und außerdem Wasserproben aus den verschiedenen Reinigungsstufen miteinander vergleichen. So wurde für alle sichtbar, wie aus stark verschmutztem Wasser nach und nach wieder sauberes Wasser entsteht. Bevor wir uns verabschiedeten, hieß es natürlich noch gründlich Hände waschen – schließlich wollten wir keine unerwünschten Keime als Souvenir mit nach Hause nehmen. Danach bedankten wir uns herzlich bei Patrick für die spannende Führung und machten uns mit vielen neuen Eindrücken auf den Heimweg.

Ein lehrreicher Ausflug, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird – denn seit diesem Tag wissen wir ganz genau, wie viel Arbeit dahintersteckt, damit aus schmutzigem Wasser wieder sauberes Wasser wird.

23. Juli 2026